Newsletter FPA 04/2015

„Der autoritäre Charakter eignet sich für den pädagogischen Beruf so wenig wie unmusikalische Menschen für das Dirigieren eines Orchesters.“   (Henning Köhler)

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Liebe Leserinnen, liebe Leser
„Ich muss einen Hebel in der Hand haben, wenn Kinder den Unterricht stören“, rechtfertigte die Lehrerin einer Steinerschule das verfügte „Strafnachsitzen“ für einige Kinder.
Kann man Kinder mit Gewalt zu freien Menschen erziehen?
Eine Klasse im Griff zu haben, wird von einer Lehrperson meist erwartet und auch für viele Lehrkräfte gilt dies als Grundvoraussetzung fürs Unterrichten. Was aber haben wir genau im Griff, wenn eine Schulklasse brav dem Unterricht folgt ? Zuerst einmal nicht mehr als den Unterrichtsverlauf, den wir dann ungestört nach unseren Vorstellungen gestalten können. Wenn wir zu diesem Zweck auf unsere Machtposition pochen, kappen wir die Beziehung und den Kontakt zu den Kindern. Ohne diesen Kontakt reduzieren wir sie auf ihre Schülerrolle, nehmen die Kinder also nur noch als Erfüller der von uns vorgegebenen Pflichten wahr. Ob sie gute Schüler sind, messen wir dann daran, wie gut sie unsere Erwartungen erfüllen.
So ziehen Pflichterfüller Pflichterfüller gross. Erziehung zur Freiheit würde uns aber das Wagnis abverlangen, sich nicht mehr an den Pflichten, sondern an den Kindern zu orientieren. Wenn wir uns erwartungsoffen den Kindern zuwenden, werden wir sie wieder als ganze Menschen wahrnehmen. Entsprechend werden sie sich gesehen, sicher und willkommen fühlen. Es wächst eine vertrauensvolle Beziehung – die unverzichtbare Basis fürs Lernen und Lehren in Begleitung Erwachsener.
Es freut mich sehr, am 21. November einmal mehr  Henning Köhler zum Thema „Autorität und Freiheit“ bei uns zu haben. Schon im Ausschreibungstext wirft er die gängigen Vorstellungen zum Autoritätsbegriff über den Haufen. So schliesse ich meinen Gedankengang mit einem weiteren Zitat daraus: „Wer auf Autorität pocht, dem kommt sie abhanden. Er benimmt sich autoritär, ist also keine Autorität, denn sonst hätte er autoritäres Auftreten nicht nötig. Das gilt nicht nur im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern, wird dort aber besonders anschaulich. Die echte Autoritätsperson legt keinen Wert darauf, Autoritätsperson zu sein. Man kann Autorität nicht einfordern – sie ist ein Geschenk, durch das uns Kinder ihr Vertrauen kundtun.“

Auch Rainer Patzlaff kommt wieder zu uns. Am 31. Oktober will er uns mit „Das so genannte Böse – Feind und Förderer des Menschen“ anthroposophische Aspekte zur gegenwärtigen Menschheitsentwicklung näherbringen. Ebenfalls um unsere Gesellschaft geht es am 28. November mit Johannes Stüttgen, unter dem Titel „Grundzüge der sozialen Skulptur“. Mit „move, clap & smile“ knüpft Dominik Rentsch am 14. November an das beliebte vergangene Seminar „Humor im Unterricht“ an und Klaus Käppeli sensibilisert uns am 7. November für die Frage, wie Kinder die Kaiserschnittgeburt erleben.

Wie wichtig und prägend fürs ganze Leben die Geburt und der Lebensanfang ist, wüssten wir alle, die Forschung liefert uns auch laufend neue Beweise dafür. In der Therapie kommt man um diese Zusammenhänge nicht herum, wenn man etwas bewirken will. In der Erziehung, Fragen der frühkindlichen Betreuung und der Pädagogik werden diese Zusammenhänge aber oft nicht nur ignoriert -  man handelt gar wider besseres Wissen! In ihrem neuen Buch „Begleitungskunst in Eltern-Kind-Gruppen“ öffnet uns Maria Luisa Nüesch Augen und Sinne für die Welt und Bedürfnisse der kleinen Kinder. Sie teilt mit uns ihren Erfahrungsschatz aus der langjährigen Arbeit in den Wiegestuben des Vereins Spielraum-Lebensraum. In einer altersgerechten, inspirierenden, warm und einfühlsam eingerichteten Umgebung werden dort Kinder im Alter von 4 Monaten bis 2 ½ Jahren und ihre Eltern begleitet. Ergänzt durch regelmässige Begleitabende erhalten die Eltern viel Inspiration, Wissen und Verständnis für die Bedürfnisse, Entwicklungsschritte und allfällige Schwierigkeiten ihrer Kinder. Insgesamt ist diese wertvolle Starthilfe für die Kinder, ihre Eltern und deren Beziehung von unschätzbarem Wert. Wie entscheidend solche Grundlagen sind, wie sie hier gelegt werden, wird in der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen und in Erziehungs- und Bildungsdebatten nach wie vor gering geschätzt. Es fehlt schlicht das Bewusstsein für die Tatsache, dass die Ursache für der meisten Lern- und Verhaltensstörungen in den ersten drei Lebensjahren liegt.
Das Buch vermittelt uns dieses Bewusstsein und ist deshalb weit mehr als ein Leitfaden für die Arbeit mit Eltern-Kind-Gruppen.
Aus all diesen Gründen finde ich dieses Buch nicht nur für Eltern-Kind-GruppenleiterInnen wertvoll.
Alle sollten es lesen. Je mehr Menschen für die Bedürfnisse kleiner Kinder wieder ihre Herzen öffnen, desto grösser wird die Chance, dass unsere Welt wieder kindertauglicher wird.
Unbedingt lesen sollten es aber alle, die mit kleinen Kindern zu tun haben: Eltern, Grosseltern, LeiterInnen von Eltern-Kind-Gruppen, Spielgruppen, Kindertagesstätten.
Danke für dieses Geschenk Maria Luisa! Und danke allen die es lesen, weiter empfehlen oder  verschenken.
Nähere Angaben zum Buch findet ihr weiter unten in diesem Newsletter.

Nun wünsche ich euch allen einen schönen Herbst! Herzlich,

 

 

Veranstaltungen

Bei den Seminaren an den nächsten Samstagen hat es noch freie Plätze für Kurzentschlossene:

Verstehen - Sinn finden - Kraft schöpfen
Der Gang durchs Jahr als Schulungsweg
Leitung: Daniel Wirz
Samstag 19. September in Zürich
mehr Infos/Anmeldung

Das INPP-sensomotorische Förderprogramm
Die körperlichen Grundlagen für Lesen, Schreiben und Rechnen verbessern
Leitung: Bernhard Prechter
Samstag 26. September in Zürich
mehr Infos/Anmeldung

Programm 4. Quartal 2015:
Das neue Kursheft ist da: Download als pdf

Das so genannte Böse - Feind und Förderer des Menschen
Das „Böse“ gilt meist als Phantasterei, als Aberglaube des Mittelalters. In den letzten hundert Jahren aber bis in die jüngste Gegenwart wurden wir mit rätselhaften Auswüchsen von Unmenschlichkeit konfrontiert, die manch einen Beobachter doch an die Existenz eines Bösen denken lassen. Ohne Verschwörungstheorien Licht in dieses dunkle Thema zu bringen ist indessen nur möglich, wenn der Aberglaube des Materialismus überwunden wird, real sei allein die Welt der Materie, die sich naturwissenschaftlich erforschen lässt.
Leitung: Prof Dr Rainer Patzlaff
Samstag 31. Oktober in Zürich
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Die Kaiserschnittgeburt

Wie erleben Kinder die Geburt und wie gestalten sie daraus ihr Leben in Familie und Schule?
Kaiserschnittgeburten finden heute immer häufiger statt.
Im Mittelpunkt des Seminars stehen das Kind und seine Erfahrungen und
wie es damit umgeht.
Leitung: Klaus Käppeli-Valaluta
Samstag 7. November in Zürich
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Move, clap & smile - Rhythmus- und Bewegungsspiele für den Unterricht
Mit Humor gewürzt und durch Improvisation verfeinert.
Leitung: Dominik Rentsch
Samstag 14. November in Zürich
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Henning Köhler:
Autorität und Freiheit

Warum Achtung vor der Freiheit des Kindes ein gesundes Autoritätsverhältnis nicht ausschließt, sondern das eine mit dem anderen eng zusammenhängt.
•    Freundschaft in der pädagogischen Beziehung.
•    Autonomie und Gemeinschaftsfähigkeit.
•    Warum Zwangsanpassung soziale Fähigkeiten verkümmern lässt.
•    Der autoritäre Charakter eignet sich für den pädagogischen Beruf so wenig wie unmusikalische Menschen für das Dirigieren eines Orchesters.

Wer auf Autorität pocht, dem kommt sie abhanden. Er benimmt sich autoritär, ist also keine Autorität, denn sonst hätte er autoritäres Auftreten nicht nötig. Das gilt nicht nur im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern, wird dort aber besonders anschaulich. Die echte Autoritätsperson legt keinen Wert darauf, Autoritätsperson zu sein. Man kann Autorität nicht einfordern – sie ist ein Geschenk, durch das uns Kinder ihr Vertrauen kundtun. Ob wir dieses Vertrauens würdig sind, muss sich dann erweisen. Es wird durch Autoritätsmissbrauch verspielt.
Leitung: Hennig Köhler
Samstag 21. November in Zürich
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Grundzüge der Sozialen Skulptur

Die zwei Kreisläufe: Wirtschaftskreislauf und Geldkreislauf.
Nehmen wir an, das weltweit gegenwärtig herrschende Gestaltungsprinzip sei die Wirtschaft, dies aber unter der Leitung des Geldes. Nehmen wir weiterhin an, die Einschätzung Rudolf Steiners, wir leben im Zeitalter der Bewusstseinsseele, träfe zu. Dann, ja dann wäre es an der Zeit, die Gegebenheiten „Wirtschaft“ und „Geld“ auf ihren Begriff zu bringen. Andernfalls wären wir geliefert, d.h. verloren. Und nicht nur wir.
Leitung: Johannes Stüttgen
Samstag 28. November in Zürich
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Veranstaltungen anderer Anbieter

F-NETZ: Einladung zur Impulsveranstaltung vom 21. 10. 2015 in Basel
Haben Sie Lust und Interesse über die Anliegen, die F-NETZNordwestschweiz vertritt, und zu denen wir uns in den Texten Frühbereich - wohin des Weges? und 10 Jahre F-NETZ geäussert haben, ins Gespräch zu kommen und darüber zu diskutieren? Möchten Sie am Frühbereichs-NETZ in der Nordwestschweiz weiterknüpfen und mit dazu beitragen, dass Anliegen und Stimme von Säuglingen und Kleinstkindern immer besser gehört und verstanden werden können? Haben Sie in unseren Texten ein Thema gefunden, das Ihnen besonders wichtig ist? Dann laden wir Sie herzlich zu einem Treffen am Mittwoch, den 21. Oktober, 17:30 – 19:30 Uhr ein.
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Für alle lesenswert: Grundlagenpapier Frühbereich-wohin des Weges?

"Die bedrohte Kindheit" - Tagung der Anthroposophischen Gesellschaft in der Schweiz, 24. Oktober im Rüttihubelbad, Walkringen bei Bern
Die «Menschwerdung des Menschen» (Novalis) ist heute weltweit bedroht – und dies keinesfalls nur in Ländern, in denen Armut und Naturkatastrophen, Krieg und Korruption herrschen. Die Gefährdungen und Verfremdungen der Kindheit ereignen sich vielmehr auch inmitten des «Wohlstands» und seiner scheinbar intakten Sozialverhältnisse. Mit dieser öffentlichen Tagung, die sich an alle Interessierten und Betroffenen wendet,möchte die Anthroposophische Gesellschaft in der Schweiz das Bewusstsein für das Ausmass und die Wirkungsart der Gefahren fördern, zugleich aber auch Wege aufzeigen, die Hilfe bringen und Vertrauen in die Zukunft schaffen.
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Einige Veranstaltungshinweise des LebensRAUMkünstlers und BildungsNETZwerkers Ueli Keller:

«Lebensraum» ist im Kanton Luzern ab Sommer 2015 für ein Jahr Schwerpunkt bei der Umsetzung des Kinder- und Jugendleitbildes. Die Luzerner 2015 Plattform für Gesellschaftsfragen fokussiert am Donnerstag, 24. September 2015, 16.30 - 19.30 Uhr, das Thema Lebensraum - Entdecken von verborgenen Potenzialen.
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Messe zum Bildungsbau, 11./12. November in München
"Die SCHULBAU bringt alle am Bildungsbau Beteiligten zusammen - vom Bauherren bis zur Bauunternehmung, vom Architekten bis zum Fachplaner, von Schulbaubehörden bis zu Schulleitern.
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4.Kongress ZUKUNFTSRAUM SCHULE, 17./18. November in Stuttgart
Schulgebäude mit optimalen Bedingungen für das Lernen, Lehren und Leben: Das ist der Zukunftsraum Schule - eine Plattform, die alle Akteure und Aspekte integraler und nachhaltiger Schulgestaltung zusammenführt. Sie fördert die Information und Kommunikation zwischen Pädagogen und Psychologen, Architekten und Planern, Herstellern und Handwerkern, Forschern und Praktikern.
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montessori diplom plus m+: modul musik
3 Blöcke ab 27. Nov. 2015 bis 07. Feb. 2016
Leitung: Verena Schüepp-Lanz
Kurskosten: Gesamtmodul EUR 870.- / CHF 960.-
Kursort: SPRUNGBRETT Montessori-Schule, Neptunstrasse 70, 8032 Zürich
Information: LiFt Montessori-Fortbildungen, www.lift-kurse.ch / Tel 0041 44 380 44 36

Ausbildung Spielgruppenleitung
Lernen, Kinder im Alter zwischen 2½ bis 4½ Jahren in einer Spielgruppe oder in der Familie körperlich-sinnlich, seelisch-emotional und sprachlich-musikalisch für das Leben zu stärken und als Individualität differenziert zu begleiten. Auch ein lehrreicher Einstieg ins Elternsein!
Die Ausbildung ermöglicht den Einstieg in einen kreativen, sozialen und pädagogischen Beruf und schliesst ab mit dem vom SSLV anerkannten Diplom zur Spielgruppenleitung.
Februar bis November 2016, Adliswil
mehr Infos/Anmeldung

"Kinder suchen Wirklichkeit"- Öffentlicher Vortrag mit Henning Köhler
Wie können wir in Zeiten des "Wirklichkeitsverlustes" dazu beitragen, dass Kinder auf den verschiedenen Wirklichkeitsebenen gut orientiert sind und so ein gutes Selbstgefühl/ Ichgefühl entwickeln.
Veranstalter: Rudolf Steiner Schule Zürich
Mittwoch 10.2.2016, 20.00 Uhr, Grosser Saal Rudolf Schule Zürich, Plattenstr. 37, 8032 Zürich
Eintritt: 20,-CHF
Anmeldung: info(at)steinerschule-zuerich.ch  oder 043-268 2040

Der spielende Mensch
Zum Wiederentdecken, zur Einführung oder zur Weiterentwicklung des Spiels


4-teilige Weiterbildung, Februar-Oktober 2016 in Bern
Leitung: Gerda Salis Gross
Ein gesundes Kind – wenn man es lässt – spielt vom Aufwachen bis zum Einschlafen. Spiel ist das eigentliche Lebenselement der Kinder und sie brauchen es dringend für ihre gesunde körperliche, seelische und geistige Entwicklung. Spiel ist in dem Sinne Lebensgestaltung, auch Lebensbewältigung. Es ist wie eine Sprache, in der die Kinder mit der Welt im Dialog sind und uns davon erzählen. In diesem Sinne ist Spiel Kommunikation.
Und wir Erwachsenen? Wagen wir noch, im Spiel zu sein? Oder sind wir dem Spiel entwachsen, ist es uns entfremdet oder gar abhanden gekommen? Immer wieder erfahre ich, wie es auch im erwachsenen Menschen wartet, um wieder neu aufzuleben. Spiel kann im professionellen wie persönlichen Alltag eine Möglichkeit des Umgangs mit Konflikten, Problemen, Gewalt und anderen Formen von Kommunikation sein - aber wie?
Flyer als pdf

Autonomie und Anpassung - Ist der frei denkende Mensch eine Bedrohung oder eine Stärke für unsere Gesellschaft?
Im Spiel mit diesem Spannungsfeld bewegen wir Fragen, Möglichkeiten und Unmöglichkeiten. Die Arbeitsweise gestaltet sich aus den Grundgedanken des primären freien Spiels sowie der primären Kommunikation, in Bewegung und im Gespräch. Dabei beachten wir hauptsächlich die Frage, wie wir mit unserer Aufmerksamkeit und unseren Bedürfnissen umgehen.
Leitung: Gerda Salis Gross
26.-27. Februar 2016 in Bern
Flyer als pdf

Lesens-/Hörenswert

Der eingangs erwähnte Buchtipp:
Maria Luisa Nüesch
Begleitungskunst in Eltern-Kind-Gruppen

Orte der Ruhe, des Respekts, der Einfühlung und der Entfaltung für Babys und ihre Eltern.
mehr Infos/Buch bestellen (Rubrik Publikationen)

Sendung zum Thema Reformpädagogik (Radio Stadtfilter, 07.07.15)
Anlässlich des 40-Jahre Jubiläums der Steiner Schule Winterthur entstand diese Sendung zur Frage, wieso es auch heute noch alternative Schulmodelle braucht.
Zu dieser Frage konnte auch ich (Christian Wirz) mich äussern.
Sendung hören

«Spielen heisst frei sein» (Katrin Hafner, Tagesanzeiger 28.06.2010
Günter Beltzig ist weltweit bekannter Spielplatzdesigner – und ist gegen Spielplätze. Kinder bräuchten solche nicht, findet er und fordert dazu auf, sich ernsthaft mit der Perspektive unserer Kleinen auseinanderzusetzen.
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Erziehung im Schongang - Die Eltern als beste Freunde des Kindes (Daniela Kuhn, NZZ 11.05.15)
Viele Eltern wollen beste Freunde sein mit ihren Kindern und behandeln diese wie kleine Erwachsene. Doch das entspricht nicht den kindlichen Ansprüchen.
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Und der Wille ist doch frei - Der Hirnforscher und Mediziner Joachim Bauer über Selbststeuerung und Achtsamkeit (Nicola von Lutterotti, NZZ 05.05.2015)
«Selbststeuerung. Die Wiederentdeckung des freien Willens» – so lautet der Titel eines Buches des Neurobiologen Joachim Bauer. Im Gespräch mit Nicola von Lutterotti erläutert er einige seiner Thesen.
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Angst, Stress und Druck sind die denkbar schlechtesten Vorbedingungen zum Lernen (Bund der freien Waldorfschulen, 21.7.15)
Ein „gutes Zeugnis“ ist eins, das den Kindern Mut macht, weil sie sich in ihren Stärken erkannt fühlen können. Auf dieser Grundlage können sie auch Schwächen angstfrei überwinden. Darauf weist der Bund der Freien Waldorfschulen (BdFWS) zur Zeugnisvergabe am Schuljahrsende hin. 
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Das Böse und der Fremde in uns (Psychoanalytiker und Autor Arno Gruen, Vortrag in Stuttgart am 25.1.2005)
Wir leben in einer Welt, in der wir zunehmen voneinander abhängig werden und uns dennoch immer mehr gegeneinander wenden. Warum stellen sich Menschen gegen das, was sie miteinander verbindet, gegen das, was sie miteinander gemeinsam haben - ihr Menschsein?
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Was bringt intensive Kooperation von Schule und Vorschulbereich? Sehr viel! Spannende Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt
Bildungshaus 3-10
(ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen Universität Ulm)
Das Modellprojekt „Bildungshaus 3 – 10“ des Landes Baden-Württemberg wurde 2007 vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport ins Leben gerufen. An 33 Standorten haben sich Kindergärten und Grundschulen gemeinsam auf den Weg gemacht, um neue Formen einer intensiven Kooperation zu entwickelt. Das ZNL TransferZentrum für Neurowissenschaften und Lernen der Universität Ulm übernahm - finanziert durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung und den Europäischen Sozialfonds der Europäischen Union - die wissenschaftliche Begleitung.
In diesem Sommer wird nach 7 Jahren die wissenschaftliche Begleitung der Bildungshäuser abgeschlossen. Zeit, Bilanz zu ziehen.
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Odenwaldschule meldet Insolvenz an (NNA Berichterstattung, 16.06.15)
Die durch einen langjährigen Missbrauchsskandal erschütterte reformpädagogische Odenwaldschule wird nicht weitergeführt.
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Die Praxis des Dialogischen Mathematikunterrichts in der Grundschule (Anthromedia Newsletter 13.08.15)
Kinder verlieren durch konventionellen Unterricht oft ihr bereits vorhandenes Interesse an mathematischen Fragestellungen. Prof. Dr. Gallin zeigt in diesem Forschungsartikel, wie sich die Schüler durch einen dialogischen Mathematikunterricht beibringen können, nach eigenen Lösungen zu suchen.
Artikel lesen

Zurzeit gibt es weltweit 1063 Waldorfschulen. Neu gibt es eine vollständige Liste der Schulen (Stand Mai 2015).
Liste downloaden

Berner Broschüre Schulraum gestalten ist erschienen. Sie sieht Räume und Ausstattung als eine wichtige Rahmenbedingung für das Lernen und Arbeiten in der Schule, und diese zudem als einen Lebensort, an dem Schülerinnen und Schüler sowie Betreuungs- und Lehrpersonen viel Zeit verbringen.
Broschüre als pdf

Allerlei

Lernkulturen 3.0
Die 2 Lehrer Stefan Tilg und Stefan Hasenauer haben eine neue Vernetzungsplattform mit vielen Infos und Links für eine neue Lernkultur geschaffen: http://lernkulturen3punkt0.com 

Hornkuh-Initiative: Bitte unterschreiben!
Liebe Leserinnen, liebe Leser,
ich habe mich über die Jahre eingehend mit dem Wesen der Kuh – und anderen Tieren - auseinander- oder besser ineinander gesetzt und komme dabei zum Schluss, dass das Enthornen der Rinder einer folgenschweren Verstümmelung gleich kommt. Der unvoreingenommene Anblick einer hornlosen Kuh macht das – so meine ich – anschaubar.
Dass Kuhmilch – von Kindern und Erwachsenen – zunehmend nicht mehr vertragen wird, hängt gewiss damit zusammen. Natürlich sind auch noch anderweitige Faktoren (wie Haltung und Fütterung) dafür verantwortlich.
Danke im Voraus für Ihre Mühe zugunsten der Würde dieser Tiere, welchen wir - allein ernährungsmässig betrachtet - das „halbe Leben“ verdanken.
Unterschriftenlisten finden Sie unter: www.hornkuh.ch
Daniel Wirz

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Dieser Newsletter erscheint zusätzlich zu unserem Kursheft. Neben allen Infos zu unseren Aktivitäten verbreiten wir auf diesem Weg zahlreiche Informationen, die im Heft keinen Platz finden. Gerne dürft ihr uns eure Veranstaltungshinweise und Stelleninserate zukommen lassen an info(at)arbeitskreis.ch . Am liebsten als kurzer Text mit einem weiterführenden Link oder PDF. Die Publikation kostet nichts. Der Newsletter ist beliebt und erreicht aktuell 2040 Abonnenten.

Auch wichtig: Meldet uns Änderungen der Mailadresse. Nach jedem Newsletterversand müssen wir ca. 30 ungültig gewordene Adressen aus unserem Verteiler löschen.

Nach den Herbstferien wird die Zeit verfliegen und Weihnachten steht vor der Tür... Deshalb weise ich schon jetzt wieder einmal auf dieses Projekt, das wir gerne unterstützen, hin:

Das Projekt Qewar befindet sich in einem kleinen Dorf in den Anden Perus. Dort stellen Frauen aus armen Verhältnissen Stoffpuppen und Alpakakleider her.
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