Newsletter FPA 07/2013

Liebe Leserinnen, liebe Leser,
nach ein paar ungewöhnlich sonnenreichen Sommerwochen sind wir wieder im Alltag „gelandet“,
nicht allzu unsanft hoffe ich.

Für viele Kinder hat in diesem Land, auch anderswo ein neuer Lebensabschnitt begonnen: die Schulzeit.
Möge es – für sie und ihre Lehrerinnen und Lehrer – ein guter, sprich vielversprechender Anfang gewesen sein, ein Anfang, dem nach Hesse, dieser besondere Zauber inne wohne. Und er möge bleiben, dieser Zauber, der so manches in der Schwebe hält. Am liebsten ein Leben lang. Einfach so, wird das aber nicht gelingen. Man muss es als Lehrerin, als Lehrer auch wirklich wollen. Nicht bloss der erste Schultag, die erste Schulwoche, das erste Schuljahr – nein, jeder Tag möge ein neuer Anfang sein. Nichts Löblicheres als sich immer wieder neu für das Anfänger-sein begeistern.

Gern werden Anfänger belächelt und für unfertig gehalten, als wäre das Fertig-sein erstrebenswert! Sich mit den Kindern zusammen auf den Weg machen, in den Anfang, in das Unerwartete und Unwägbare verliebt, halte ich für eine lebens- und erstrebenswerte Maxime.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen gutes Gelingen!
Sehr herzlich
Daniel Wirz

Bedenkenswert

Aus dem August-Newsletter von Gerald Hüther:

Die gute Nachricht vorweg: Die Deutsche Bahn hat jetzt als erstes großes Unternehmen beschlossen, künftig von den Bewerbern für ihre 4.000 jährlich zu vergebenen Ausbildungsplätze keine Schulzeugnisse mehr sehen zu wollen. Aus denen ließe sich sowieso nicht erkennen, was jemand draufhat... Nun wird es wohl nicht mehr lange dauern, bis andere Unternehmen diesem Beispiel folgen und wenn der Zug weiter in diese Richtung abfährt, wird sich Schule schneller neu erfinden müssen, als das mancher heute noch für möglich hält.
interessiert ?

Bildungsreisen

Für Kurzentschlossene: Unsere beiden Bildungsreisen in den Herbsferien haben noch freie Plätze!

Prag zwischen gestern und morgen
Studienreise 7.-13. Oktober 2013
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500 Jahre "Sixtinische Madonna"
Studienreise für Idealisten und Künstler im alten Dresden, 14. bis 19. Oktober 2013
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Veranstaltungen

Bei folgenden bevorstehenden Seminaren haben wir noch freie Plätze:

Samstag 14.9., Sarnen (LU). Veranstaltungsreihe Blick Über den Zaun
Familiär, altersgemischt, individuell: Ein Besuch an der Grundacherschule
.
mehr Infos/Anmeldung

11.-13.10., Aeschi b. Spiez: Lernen mit Hand und Fuss
Eine bewährte Jugend- und Naturpädagogik im Bergwald selber erleben und deren pädagogisches Potenzial erfahren.
Leitung: Christoph Leuthold, Bildungswerkstatt Bergwald.
mehr Infos/Anmeldung (Interessierte: bitte bis 15.9. anmelden)

26./27.10., Thun: Grenzgänge - Ein Seminar für Eltern von Kindern im Vorschulalter
Wer im Alltag mit kleinen Kindern unterwegs ist, kennt sich nicht nur als netten,ausgeglichenen Menschen. Vielmehr erfährt er plötzlich Seiten an sich, die ihm zuvor fremd waren und die sehr unangenehm sind. Was man an anderen bemängelt hat, trifft man plötzlich im eigenen Feld gehäuft an.
Leitung: Dorothea Niklaus, Christian Wirz
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Bald erscheint unser neues Kursheft. Hier eine Vorschau auf eine Veranstaltung, die uns sehr am Herzen liegt:

Was ist in Zeiten der Globalisierung die Menschliche Form?

Workshop mit Johannes Stüttgen, Samstag, 23. November, 10 – ca. 16.30 Uhr in Zürich
Dass Johannes Stüttgen, der renommierte Meisterschüler von Joseph Beuys, wieder einmal in Zürich auftritt, ist ein Glücksfall.
Ihn, den ungemein faszinierenden Querdenker, dürfte man eigentlich nicht verpassen. Bei ihm geht es eigentlich immer ums Ganze – um den ganzen Menschen.
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Hier ein kleiner Vorgeschmack:
Was ist an der Zeit? Wenn ich mich frage, was an der Zeit ist, sagt mir die innere Stimme: Es geht jetzt ums Ganze und das spitzt sich immer mehr zu! Mit der inneren Stimme meine ich eine allertiefste Gewißheit in mir, eigentlich mich selbst.
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zum Vormerken:

Heilendes Spiel im digitalen Zeitalter
Spiel als Prävention, Intervention und Therapie
Leitung: Maria Luisa Nüesch, Gerda Salis Gross
Samstag, 26. Oktober in Zürich

Kindheit und Jugend zwischen Realität und Virtualität 
„Ich weiss, was Dein Kind fühlt und denkt, Du auch?“-frei nach Mark Zuckerberg
Leitung: Uwe Buermann, Kassel
Samstag, 2. November in Zürich

Kämpfen – aber fair
Kämpfen – Lernfeld für das Leben (Vertiefungskurs)
Leitung: Werner Lussi
Samstag, 16. November in Rotkreuz

Projekt Tüftelwerkstatt
Wie ein Werkraum zum Forschungs- und Lernfeld für Kinder einer ganzen Gemeinde werden kann.
Samstag, 16. November, Scuola Vivante, Buchs (SG)

Die Kaiserschnittgeburt
Wie erleben Kinder die Geburt?
Leitung: Klaus Käppeli
Samstag, 30. November in Zürich

 

Veranstaltungen anderer Anbieter

Thun, 14.9.: Von Kindern Lernen
Kinder und Jugendliche machen Lernen sichtbar

In einem kurzen Referat zum Tagungsthema entfacht Ursula Taravella, Schulleiterin der Primaria St. Gallen,  in uns erneut die Begeisterung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Sie schöpft dabei aus ihrer reichen Erfahrung als Lehrerin an einer besonderen Schule. In der Folge bleibt viel Zeit sich nach freier Wahl in Workshops auseinander zu setzen mit verschiedenen Aspekten des Lernens und dem sich wandelnden Selbstverständnis als Lehrerin /als Lehrer.
Interessiert?

Familylab: Ein neues Weiterbildungsangebot
Vom Gehorsam zur Verantwortung
Für eine neue Erziehungskultur in Familien und Institutionen

Das Training umfasst 18 Tage (sechs Wochenende) mit beschränkter Teilnehmerzahl.
Das praxisnahe Training richtet sich an Eltern und Pädagogen. Der Fokus liegt auf der Qualität der Beziehung zwischen den Erwachsenen und den Kindern und Jugendlichen. Wer sich in seinen Beziehungen sicher fühlt, kann gut lernen.
Die Arbeit basiert auf der Grundhaltung, die Jesper Juul in den letzten 30 – 40 Jahren mit seinen Kollegen im Bereich Pädagogik und Therapie erforscht und entwickelt hat.
Interessiert?

Zur Feier ihres zwanzigsten Geburtstags veranstaltet die Emmi-Pikler-
Vereinigung in den drei großen Sprachgebieten der Schweiz
Studientage zu einem ein und demselben Thema.
Die Pädagogik – und nicht nur sie – beschäftigt sich zurzeit mit
der «Langsamkeit». Daher stehen die drei Tage unter dem Titel:
« Die Langsame Erziehung begegnet dem Ansatz Emmi Piklers »
Das Thema soll sowohl die Kleinkinderziehung wie auch die
Arbeit mit alten oder behinderten Menschen umfassen.
Interessiert?

PIKLER®-GRUNDKURS
Der Pikler-Grundkurs ist das erste Modul der Pikler-Ausbildung und dient der Einführung in die pädagogische Arbeit der ungarischen Kinderärztin Emmi Pikler. Das Pikler-Ausbildungscurriculum beinhaltet weitere Seminarmodule zur Vertiefung, Selbsterfahrung und Praxisbegleitung.
Interessiert?

protave Wahrnehmungsförderung, Thun: Das Netzwerk des Lernens  
- möchten Sie als Eltern mehr wissen über die aktuellen Erkenntnisse der Gehirn- und Bindungsforschung?
- Möchten Sie wissen, wieso aus dem Spüren-Bewegen, Lernen wird?
- Welche möglichen Ursachen liegen hinter Verhaltens-, Bewegungs-, und
  Wahrnehmungs- und Lernschwierigkeiten?
Wir zeigen Ihnen Wege aus der Bindungs- und Entwicklungsarbeit im
alltäglichen Umgang und im Lernprozess.
Referentinnen: Marianne Oesch und Jacqueline Schori
interessiert?

Neue Weiterbildungsangebote für Waldspielgruppenleiterinnen,
Fachpersonen und Interessierte, welche mit kleinen Kindern im Wald arbeiten.
Interessiert?
 

3. – 6. Oktober: Bildungssymposium in Tamera
Tamera ist ein Friedensforschungszentrum, ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Ziel ein umfassendes Modell für eine mögliche Zukunftskultur aufzubauen:  Dazu gehören die Bereiche Ökologie (Permakultur und Wasserretensionslandschaft), Technologie, Architektur, Spiritualität, Heilung, internationale Vernetzung und der Aufbau von nachhaltigen Strukturen im Zusammenleben unter Menschen. Am “Platz der Kinder” in Tamera wird am Aufbau der “Escola da Esperança”, einer eigenen internationalen Schule für die Kinder Tameras und der Region, gearbeitet. Der Antrag für die offizielle Anerkennung ist beim Erziehungsdepartement eingereicht und jetzt in Bearbeitung.
interessiert?

Lesenswert

Buchrezension: "Lernräume", von Beatrice Friedli Deuter

Es ist die eigene „langjährige Erfahrung mit heterogenen Lerngruppen“, welche die Autorin als Lehrerin, Heilpädagogin und Schulleiterin einer Gesamtschule im Kanton Bern gewonnen hat, aus der das überaus lebendig und anregend gestal-tete Buch hervor gegangen ist: Schon darum beansprucht die Neuerscheinung ein hohes Mass an Glaubwürdigkeit und verspricht zugleich eine starke Gewichtung der Praxistauglichkeit; und, um es gleich vorwegzunehmen, sowohl der Anspruch wie auch das Versprechen werden von der Autorin vollumfänglich eingelöst.
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Beatrice Friedli Deuter:
Lernräume. Kinder lernen und lehren in heterogenen Gruppen.
Bern, Haupt Verlag, 2013, 166 S., zahlr. Abb., Fr. 34.-
Buch ansehen/bestellen

Krasse Klassenunterschiede (Sonntagszeitung 30.6.2013)
Im Schweizer Bildungswesen gibt es viele Baustellen. Mit
dem Lehrplan 21 wurde unlängst sozusagen die „Neat“ der
Schule präsentiert. Wie auch beim epochalen Tunnelbau rechnen
Fachleute beim Lehrplan mit zahlreichen Unwegsamkeiten.
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Reinhard Kahl: Orte für Kinder
Vom 1. August an treten zwei neue Gesetze in Kraft. Das „Betreuungs-geldgesetz“ und das „Kinderförderungs-gesetz“. Dieses garantiert nun vom ersten Geburtstag an Kindern den Anspruch auf einen „Betreuungsplatz“. Jenes verspricht Prämien, wenn der Platz ausgeschlagen wird. Darüber ist nun viel geschrieben und gestritten worden. Aber geht es dabei auch um Orte für Kinder oder bloß um Varianten von Betreuung?
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Sehenswert

Neue DVD’s im Angebot:

Jesper Juul: Was Familien brauchen und wie sie lernen können

Wie können Familien erfolgreich Grenzen setzen?
Wie gelingt es Teenagern zu vertrauen
Wie kann man mit Konflikten in der Familie konstruktiv umgehen?
Doppel-DVD, 7 Std. 30 Minuten, Fr. 28.-
mehr Infos/DVD bestellen

Gerald Hüther: Erfahrungslernen, Persönlichkeitsentwicklung und
Angstbewältigung


Für die Neurobiologie steht heute fest: Entscheidend für die Entwicklung und Leistungsfähigkeit des Gehirns ist nicht allein, dass man es nutzt und trainiert, sondern, dass man dies mit Begeisterung tut.
Der Hirnforscher Gerald Hüther zeigt auf, wie es um unsere Gesellschaft bestellt sein könnte, gäbe es eine Begeisterungskultur, eine Kultur, in der wir uns ohne Angst und permanenten Druck entwickeln könnten. Statt Wettbewerb brauchen wir Vertrauen und Bestätigung.
DVD, 5 Std. 39 Minuten, Fr. 25.-
mehr Infos/DVD bestellen

Eine Filmempfehlung:
What moves you?
Nach „Appassionata“ – der neue Film Christian Labhart, Gewinners des Publikumpreises am
Zürich Film Festival 2012
Berlin, Sommer 2012: 83 Jugendliche aus 14 Nationen proben während vier Wochen ein Eurythmie-Projekt der besonderen Art. Zwei symphonische Werke von Beethoven und Arvo Pärt wollen sie auf die Bühne bringen. In packenden und wunderschönen Bildern verfolgt der Film den künstlerischen (und sozialen) Prozess. In Sternstunden und Rückschlägen, Hoffnungen und Krisen begleitet er die Jugendlichen, die in grosser Offenheit auch Einblicke in ihr Innerstes gewähren.
Sehr eindrücklich zeigt der Film auf, was Eurythmie eigentlich ist und will und was sie mit den jungen Menschen macht.
„Eurythmie ist für mich wie ein Frühlingsputz des Geistes.“ (Julie, 19, Strasbourg).
Sehr sehenswert. Bitte weiterempfehlen!
Daniel Wirz
Übersicht Kinovorstellungen

Stellenmarkt

Der Kindergarten der Rudolf Steiner Schule Kreuzlingen
bei Konstanz am Bodensee sucht für das Schuljahr 2013/14
eine Jahrespraktikantin oder einen Jahrespraktikanten.
Wir würden uns freuen eine liebevolle, engagierte Persönlichkeit mit bei uns im Team zu haben.
Bewerbungen bitte an:
Personalkreis der Rudolf Steiner Schule Kreuzlingen
z. Hd. Herrn Steins
Bahnhofstr. 15
8280 Kreuzlingen
Schweiz
0041 (0) 71 672 17 10
www.steinerschulekreuzlingen.ch 

Allerlei

Suche Interessenten für Kinder-Bauernhof-Projekt
Mein Traum ist es einen Ort zu kreieren, wo Kinder mit ganzem Herzen und Respekt in der Natur betreut werden, so dass sie ihre Persönlichkeit frei entfalten können. Dafür suche ich Menschen mit einem grossen Herzen für Kinder, welche Freude und Lust haben an einem solchen Projekt mitzuwirken. Ob es im Bereich der Kinderbetreuung oder im Finanziellen oder im zur Verfügungstellen des Hauses. etc., ist.
Weitere Infos:
Belinda Kafel, belinda.kafel(at)gmail.com , Tel: 077 430 90 32

Wir wünschen allen einen goldenen Herbst!

Herzlich
Daniel Wirz und Christian Wirz

Dieser und alle früheren Newsletter sind hier zu finden. 



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