Newsletter FPA-Newsletter 06/2013

www.arbeitskreis.ch – jetzt ganz neu!

Liebe Leserinnen, liebe Leser

Dass dieser Newsletter in einer neuen Aufmachung daher kommt, hat natürlich seinen Grund: Wir haben in den letzten Wochen unseren Internetauftritt erneuert und ausgebaut. Keine Angst, der FPA bleibt praxis- und basisorientiert und so wollen wir auch inskünftig vor allem in der reellen Welt aktiv sein. Wir sind – nach wie vor - davon überzeugt, dass wirksame Impulse immer noch am besten durch menschliche Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen vermittelt werden können. So wird der FPA auch in Zukunft von keinem Dach twittern und auch das F der globalen Selbstdarstellungs-Plattform wird bei uns nicht zu finden sein. Denn wir wollen weder populärer werden noch möglichst allen gefallen. Unser Engagement für die Anliegen der Kinder ist eine Herzensangelegenheit und soll einfach für all diejenigen da sein, die ihre Herzen ebenso für die Kinder öffnen und unsere Anregungen und Angebote für die pädagogische Praxis gebrauchen können.
Doch um das Wissen aus bald 40 Jahren Arbeit des FPA besser zu vermitteln, haben wir uns für einen neuen Internetauftritt entschieden. Alles Bestehende soll hier übersichtlicher geordnet und damit besser nutzbar gemacht werden. Darüber hinaus ist neu eine pädagogische Informationsplattform entstanden. In thematischen Rubriken machen wir eine stetig wachsende Fülle von Fachwissen zugänglich: Fachstellen, Beispiele innovativer Schulen, Publikationen, lesenswerte Texte zu pädagogischen Themen und eine Übersicht der uns bekannten Netzwerke für eine neue Schule.
Neu und mit erweiterten Möglichkeiten präsentieren sich auch die Kursübersicht und der Verkauf von Büchern und DVD’s. Wer sich künftig online für unsere Veranstaltungen anmelden möchte, kann ein Benutzerkonto erstellen, sich selber eintragen und behält so immer die Übersicht. Selbstverständlich kann man sich bei uns aber auch weiterhin mit einem Mail an info(at)arbeitskreis.ch  oder einem Telefonanruf an 041 710 09 49 für ein Seminar anmelden oder ein Buch bestellen.
Wir wünschen euch viel Spass beim Stöbern, freuen uns über jedes Feedback und nehmen gerne Anregungen entgegen, falls etwas - aus eurer Sicht - Wertvolles noch fehlt in einer Rubrik.

Christian Wirz



Vorschau: 3. Bildungsbiennale in Bregenz, 3. – 6. Oktober 2013

„Was ist eigentlich passiert, wenn das Wissen und die Welt in der Schule egal werden?

Und was ist in Schulen, Kindergärten, Hochschulen und anderen Lernorten passiert -  oder was sollte passieren – damit dort nichts egal wird?

Was ist eigentlich passiert, wenn ausgerechnet in Bildungseinrichtungen das Leben aufs Überleben reduziert wird? Wenn das Durchkommen zum Hauptfach wird und wenn der Alltag mit Bulimielernen beschrieben wird?

Und was muss passieren, um diese negative Initiation in eine positive zu verwandeln? Wie bleibt Lernen eine Vorfreude auf sich selbst und wann erleben Kinder und Jugendliche die Schulen und andere Bildungshäuser als Einladung in die Welt?

Was ist eigentlich passiert, wenn der Bildungsbetrieb an einen aufheulenden Motor erinnert, aber das Fahrzeug kaum vorankommt?
Wie wird der Motor besser mit dem Fahrwerk gekoppelt? Und wohin soll die Reise überhaupt gehen? Jede Bildungsdebatte ist zugleich ein Selbstgespräch der Gesellschaft: Wie wollen wir leben?“
(Aus dem Newsletter des Archiv der Zukunft - Netzwerks im Hinblick auf die 3. Bildungsbiennale in Bregenz, 3. – 6. Oktober 2013)
Interessiert?


Er ist nicht Precht – aber ein Reformer

Der Philosoph Richard David Precht will die Schule revolutionieren –
Otto Herz auch. Aber auf seine Weise.
Ein (sehr aufschlussreiches; Anm. Daniel Wirz) Interview!
Als Schulrevolutionär ist derzeit der Philosoph und Autor Richard David Precht in aller Munde. Sehen Sie Parallelen zwischen Prechts Forderungen und Ihren Ansichten – und wenn ja, wo?
Interessiert?


„Ich sehe Dich! – und das macht Mut!“

Liebe Freunde und Förderer der Stiftungsinitiative für Kinder,
Kinderwagen und Buggys werden technisch immer perfekter. Vor allem die Buggys aber sind inzwischen fast ausschließlich nach vorn ausgerichtet. Immer öfter werden damit schon Babys weg von den Eltern oder Betreuungspersonen hinein in die Welt geschoben – und damit überfordert. In einem „Offenen Brief“ der Stiftungsinititative „für Kinder“ wenden sich nun über 50 Erstunterzeichner an die Kinderwagen- und Buggy-Hersteller mit der Aufforderung, ihre technisch so ausgereiften Produkte nun auch kindgerecht zu optimieren und die Blickrichtung des Kindes auf seine vertraute Bindungsperson möglich zu machen.
Unterstützen Sie die gemeinsame Aufklärungskampagne. Mach Mit! Ihre Unterschrift für die Buggy-Aktion „Ich seh` Dich! – und das macht mir Mut!“
hier geht’s zur Aktionsseite


Ihr Engagement hilft uns, gemeinsam gross für die Kleinen zu sein.
Ihr für Kinder-Team
P.S. Ein international agierender norwegischer Hersteller fertigt bereits wandelbare Buggys. Schauen Sie mal unter www.stokke.com/de-de 

Veranstaltungshinweise

Das neue Kursheft ist da: Download als pdf
Die Kursübersicht ansehen und sich anmelden kann man auch hier online.

Rigi-Klösterli: Malkurs
Montag, 15. – Freitag, 19. Juli 2013
mit Willy Winzenried
Von jedem Ding geht ein individueller Charme aus. Sei es eine Baumkrone, eine Wolke, ein Fels oder auch ein Mensch. So wollen wir uns der sommerlichen Natur nähern! Vielleicht ist es auch mal ein Abendhimmel oder gar ein geheimnisvolles nächtliches Dunkel.
Da werden wir den Alltag weit hinter uns zurücklassen, verbleiben im Hier und Jetzt!
Interessiert? – Mehr Infos: Willy Winzenried, 041 310 09 46


Lernen mit Hand und Fuss
Eine bewährte Jugend- und Naturpädagogik im Bergwald selber erleben und deren pädagogisches Potenzial erfahren.
11.-13. Oktober, Aeschi bei Spiez (BE)
Leitung: Christoph Leuthold, Bildungswerkstatt Bergwald (www.bergwald.ch)
Interessiert?

Buchempfehlungen – neu im Angebot des FPA!

Gerald Hüther: Stärkung von Selbstheilungskräften aus neurobiologischer Sicht
Was uns – von der Wiege bis zur Bahre – gesund erhält und immer wieder gesund macht, heisst neurobiologisch Kohärenz. Was sich dahinter verbirgt, wo es herkommst und weshalb es manchmal verloren geht, und nicht zuletzt, warum es kein Arzt erzeugen, man es aber bisweilen mit ärztlicher Hilfe wieder finden kann, erfahren Sie in diesem Vortrag.
Gerald Hüther ist Professor für Neurobiologie, leitet die neurobiologische Forschungsabteilung an der Universitätsklinik Göttingen und ist Autor zahlreicher Publikationen.
Original-Aufzeichnung eines Vortrags, 107 Minuten. Preis: Fr. 25.-


Rudolf Steiner: Einweihung im Alltag – Mikrokosmos und Makrokosmos
11 Vorträge

Aus dem Inhalt:
-    Ekstase und Mystik
-    Schlafen und Wachen
-    Mensch und Welt
-    Selbsterkenntnis
-    Die ägyptische Einweihung
-    Die nordische Einweihung
-    Das Herzdenken
-    …
330 Seiten, gebunden, Fr. 22.-

Peter Büchi: Anregungen zum Formenzeichnen in Erziehung und
Therapie

Peter Büchi, Verfasser unseres Bestsellers „Formenzeichnen“, hat dem ersten Band einen zweiten hinzugefügt. Dieser enthält wiederum eine grosse Fülle von Anregungen für die Arbeit mit Kindern. Ein ungemein anregendes Arbeitsbuch. Diesmal steht mehr der therapeutische Aspekt im Mittelpunkt.
Eine wahre „Schatztruhe“ für Lehrpersonen und Eltern, die ihren Kindern zeichnend den Weg ins Leben ebnen wollen.
109 Seiten, praktische Ringheftbindung, Fr 30.-


Jesper Juul: Fünf Grundsteine für eine Familie

Für viele Eltern ist es ein täglicher Kampf: Sie fühlen sich von ihren Kindern fast permanent herausgefordert und provoziert.
In diesen fünf Vorträgen – alle mit vielen Beispielen aus dem Alltag gespickt – geht es dem bekannten dänischen Familientherapeuten nicht um die perfekte Erziehung, sondern viel mehr um Beziehung. Entscheidend ist, das Kind in seiner gesamten Persönlichkeit und aus vollem Herzen anzunehmen.
Jesper Juul spricht in diesen Vorträgen wohltuend originell und fern jeder Dogmatik über die fünf wesentlichen Grundsteine eines gelingenden Familienlebens:
1.    Kooperation und Integrität
2.    Selbstvertrauen und Selbstwertgefühl
3.    Persönliche Verantwortung
4.    Eltern als Leuchttürme
5.    Die Kunst „Nein“ zu sagen
Jesper Juul ist Autor diverser Bestseller, wie „Das kompetente Kind“ oder „Nein aus Liebe – Klare Eltern – starke Kinder“.
Hör-CD (MP3-Format), ca. 9. Stunden, Preis nur Fr. 25.-


Beatrice Friedli Deuter: Lernräume
Kinder lernen und lehren in heterogenen Gruppen

Heterogenität in der Schule – ein Thema, dem man sich in der heutigen Schullandschaft nicht verschliessen kann.
„Lernräume“ zeigt das Potenzial des Altersdurchmischten Lernens in einer guten Verknüpfung von Theorie und Praxis auf.
Damit wir dieses Potenzial nutzen können, müssen wir uns von der Idee des linearen Lernens verabschieden und uns damit auseinandersetzen, dass Lernen ein mäandernder Prozess ist, der oft in ungeahnten, unauffälligen Zwischenräumen stattfindet. Dieses neue Buch hilft diese zu entdecken und zeigt praxisnahen Beispiele  und Umsetzungsmöglichkeiten zu den Unterrichtaspekten Rituale, Offener Unterricht, Gemeinsame Lernsituationen, Kinder lernen von- und miteinander sowie Differenzierung und Planung.
168 Seiten, 54 Abbildungen, 12 Tabellen broschiert, Fr. 34.-


Rudolf Steiner: Die Vielseitigkeit eines Aussenseiters – ein Porträt

 «Mir scheint, dass Steiners Ideen und Anregungen – gerade weil sie quer zu den gegenwärtigen Denkgewohnheiten liegen – viel zur Lösung der Kultur- und Menschheitsfragen beitragen könnten, die immer bedrohlicher auf uns zukommen.»
Michael Ende («Spiegel Spezial» 3/1990)

Aus dem Inhalt:
1861 – 1881 Kindheit und Jugend
1882 – 1904 Lehrjahre
1904 – 1925 Weg in die Moderne

Drehbuch, Regie: Christian Labhart
Eine derart schillernde Persönlichkeit wie Rudolf Steiner zu porträtieren, ist natürlich ein denkbar schwieriges Unterfangen. Was Christian Labhart
(«Zum Abschied Mozart») hier gelungen ist, halte ich für mehr als lobenswert.
Eine ganze Reihe von Menschen kommt darin zu Wort (Nikolai Fuchs,
Dr. med. Michaela Glöckler, Christof Wiechert, Dr. Walter Kugler, Vera
Koppehel und Urs Dietler), deren Augen ganz ungewöhnlich leuchten.
DVD, 45 Minuten, Preis: Fr. 25.–


Logbuch für die Pädagogik des 21. Jahrhunderts! – ein Buchtipp
Arthur Brühlmeier: Menschen bilden
Arthur Brühlmeier hat 17 Jahre in einer Dorfschule (1.– 8. Klasse) unterrichtet, ehe er Pädagogik und Philosophie studierte. Danach engagierte er sich über gewiss noch einmal so viele Jahre in der Lehrerinnen- und Lehrerbildung.
Wenn ein Mensch mit dieser Vorgeschichte zur Feder greift, kann man gespannt sein, was dabei herauskommt. Wenn man dann auch noch weiss, dass hier ein denkbar profunder Pestalozzi-Kenner zu uns spricht, sind wir gut beraten, doppelt aufmerksam hinzuhören.
Auch wenn das Buch eigentlich ganz bescheiden daherkommt, hat es für mich Vermächtnischarakter. Ich finde darin sehr überzeugend zusammengefasst und auf den Punkt gebracht, was Erziehen und Unterrichten letztendlich wesentlich macht.
Das von der Stiftung «Schule für das Kind» herausgebrachte Buch kommt, wie mir scheint, genau zur rechten Zeit. Es scheint mir wie kaum ein anderes dazu geeignet, in der Wirrnis unserer Zeit Klarheit zu schaffen, indem es Ziele und Werte aufzeigt, die in der heillosen Reform-Hektik der letzten Jahre weitgehend in Vergessenheit geraten sind. Also: eine Art Logbuch für die Pädagogik des 21. Jahrhunderts!

Hier eine kurze Leseprobe:
Die Ausrichtung der Reformen ist zu einseitig. Man scheint wie blind zu sein gegenüber den Problemen, mit denen sich Tausende von Lehrerinnen und Lehrern Tag für Tag abmühen. Der politische Aufwand kreist beharrlich um die Reorganisation von Strukturen, man redet viel
von Geld und Systemen, aber kaum je vom Kind, vom Schüler, vom einzelnen Lehrer und den oft kaum mehr zu erfüllenden pädagogischen und didaktischen Ansprüchen. Auch nicht von Zeit, von Musse, von Gründlichkeit. Schüler scheinen Gefässe zu sein, die man beliebig füllen
kann, wenn nur die Vorschriften, Lehrpläne und Lehrmittel entsprechend abgefasst sind.

Dann noch zwei Leserstimmen
-Arthur Brühlmeier legt uns ein Buch vor, das im richtigen Zeitpunkt das Richtige vermittelt:
Wenn wir die Welt von morgen meistern wollen, brauchen wir jenen ganzheitlichen Ansatz,
wie ihn der Autor auf einzigartige Weise darlegt.
(Roy Oppenheim, Publizist)

-Brühlmeier schreibt, wie wenn Pestalozzi persönlich zurückgekommen wäre, um nochmals – und in der Sprache von heute! – zu erklären, was er gemeint hat und warum seine Ratschläge gerade für unsere Zeit besonders wichtig sind. Ein höchst gelungener und eleganter Wurf, der möglichst alle Bildungs- und Ausbildungsverantwortlichen erreichen sollten.
(Prof. Dr. Christian Doelker)

–Wenn die übereifrigen, auf Äusserlichkeiten fixierten Reformer dieses fabelhafte Buch nur lesen würden!
–Finde das Buch umwerfend und tue alles in meiner Macht Stehende um es weiterzuverbreiten.
–Das Buch ist mir an einem Tiefpunkt meines Glaubens an den Sinn meiner Arbeit in der so genannten
Volksschule begegnet. … Jeder Mosaikstein weckt in mir Zuversicht und Begeisterung. Es stehen mir noch etliche Jahre Schuldienst bevor. Ab und zu ergeht es mir in letzter Zeit wie dem Kind, das zählt, wie oft es noch schlafen muss… bis ich endlich den Schulkarren loslassen kann, ehe er mich ganz überrollt.
– Arthur Brühlmeier hat in seinem Buch stellvertretend für unsere Generation ein Vermächtnis zustande gebracht, für das wir ihm nicht genug dankbar sein können.
– Seit ich das Buch gelesen habe, ist eine deutliche Erfrischung in meinem Unterricht zu spüren… Wie glücklich wäre ich, wenn das Buch unter den Bildungsverantwortlichen unseres Landes zur «Schulbibel» würde.
– Ja, das Buch könnte ein Aufblühen in vielen Schulen ermöglichen.
– Es müsste allen «Reform-Aktivisten» zur Pflichtlektüre gemacht werden.
– Das Buch ist eine Offenbarung für Eltern, Lehrer, Lehrerinnen sowie Bildungspolitiker.


Gebunden, 232 Seiten, Fr. 20.-

Alle Titel und viele andere können online bestellt werden in unserem neuen, in übersichtlichen
Strukturen geordneten Shop.
Weiterhin gilt aber auch unsere Bestelladresse für alle Titel:
FPA, PF 801, 6301 Zug. 041 710 09 49, info(at)arbeitskreis.ch  


Leserinnen, Leser schreiben

Für einmal ein Editorial, dem ich nicht widerspreche. In Erinnerung lebhaft sind mir zwei Kapitel aus seinem Buch «Mut zur Erziehung»:
Jenseits von Strafe» – dem kann man landläufig unwidersprochen beipflichten, dann aber nachhaltig visionär der Zeit voraus, «Jenseits von Lob und Belohnung» – denn «Lob und äussere Bewertung überschatten nur allzu bald die geistige Haltung des Menschen. … Die Ermutigung des Lernenden als Person, tapfer in Begegnung zu stehen, nicht lockerzulassen, wenn Widerstände und Hemmnisse sich zeigen, zielt immer auf den Lernenden als Person … Solches Lob kann niemals schaden, nicht vergleichen, nicht hervorheben und nicht herabwürdigen. Es hebt den Menschen zur Höhe seiner eigenen geistigen Möglichkeit.»

Die dargelegten Gedanken haben auch mein Schaffen an der Volksschule und später an der PH weiter gebracht, im Sinne einer grenzenlosen Zumutung den Lernenden gegenüber, damit sie über sich und die eigenen Grenzen hinauswachsen. Es sind Gedanken die ich unwiderruflich mit Müller Wieland in Verbindung bringe. Für eine persönliche Begegnung hatte ich nie die Ehre.
 Lieben Gruss Donat



Sehr geehrter Herr Wirz
Fasziniert und berührt lese ich Ihre Erinnerungen an Ihren verehrten Lehrer Marcel Müller- Wieland. Vor zwei Wochen habe ich schweren Herzens, einmal mehr eine Kindergarten-Stelle an einer öffentlichen Schule, gekündigt.
Meine pädagogische Ader wird mit diesem Lehrplan 21 bis tief ins Herzblut verletzt. Aus Verantwortungsgefühl gegenüber  den vierjährigen Menschenwesen, die nun auch im Aargau - obligatorisch - eingeschult und bis ins kleinste Detail,  sprich Fehlverhalten, begutachtet werden, verkrafte ich es nicht mehr, ihnen scheinheilig vorzugaukeln, sie, die  Kinder, dürften sich unvoreingenommen entwickeln, bewegen und freuen.
In Ihrem Newsletter lese ich weiter, ab Ende  Juni sollen "wir" uns unter anderem mit Leserbriefen, an die Öffentlichkeit wenden, damit dem Volk der Schleier von den  Augen fällt.
Im Aargau hat sich übrigens das Stimmvolk FÜR den KINDERGARTEN entschieden. Daran hält sich fast keine der verunsicherten Schulleitungen und Schulpflegen. Sie erhalten ganze Förder-und Testprogramme, basierend auf dem LP21,  von den kantonalen Schreibtisch-Schulverwalterinnen,  die sich entschieden gegen den "traditionellen Kindergarten" wenden. Das sei ab sofort aus und vorbei und von vorgestern.  
Mir wurde von einer Schulinspektorin gesagt: "So wie du (also ich) unterrichtest, das darfst du nicht mehr. Du arbeitest zum Beispiel therapeutisch, das ist verboten, du bist  nicht dazu ausgebildet, da musst du ein Nachdiplom-Studium machen!"
Mich interessierte, wie man an der Heilpädagogischen FHS Zürich, reagiert, wenn ich anfrage, was sie mir als reife, erfahrene Vorschulpädagogin, in Sache  Zusatzausbildung,  anzubieten hätten. Antwort von einer Frau am Telefon: " Erfahren?  Kommen sie mir nicht damit!  Und  kommen sie mir auch nicht mit irgendwelchen „Kürsli“, beides zählt bei uns nichts!  Haben sie Diplome und Studiumsnachweise?  Haben sie die Matur?  
Ich wünschte der Frau am Telefon einen schönen Abend.

I.M. (Name der Redaktion bekannt)


Hallo liebe Anderslernende
Ich bin Mutter dreier Kinder (6 J., 3 J. und 10 Monate), wir wohnen im AR und unsere Kinder lernen frei. Mir ist es ein grosses Anliegen Gleichgesinnte zusammenzubringen, um so mehr in der Bildungsreform zu erreichen und uns untereinander vernetzen zu können.
Dazu habe ich unter anderem auf meiner Website www.freie-bildung.ch  eine Familienplattform eingerichtet, wo sich jede Familie eintragen kann.Das Forum soll dazu dienen, sich überregional und über Ländergrenzen hinweg zu vernetzen und auszutauschen, sich zu treffen, evtl. Lehrmittel zu tauschen/kaufen und andere über alternative Bildungswege zu informieren.
Es würde mich sehr freuen, dich bei uns im Forum begrüssen zu dürfen.
Mary Mattiolo

Stelleninserate

Lehrerinnen, Lehrer gesucht
Die Ecole d’Humanité sucht eine Lehrperson für die
Sekundarstufe I und II
Interessiert?


Stellensuche als Mitbetreuerin Kinderbetreuung
Wer sucht eine aufgestellte, liebevolle Mitbetreuerin mit viel Erfahrung (ohne Schweizer FaBe Zertifikat) und mit dem Wissen und Können, das Kinder anspricht?
Ich suche einen Ort, wo Kinder in der Nähe der Natur und von Menschen mit Herz betreut werden.
Ich freue mich auf Ihre Anfragen.
Belinda Kafel:  052 343 27 93 oder 077 430 90 32
belinda.kafel(at)gmail.com 
 
 
Ich wünsche Ihnen allen noch einen guten Abschluss vor den grossen Ferien und danach ein wohltuendes hochsommerliches Ausatmen –
ganz herzlich

Daniel Wirz


Diesen und die früheren Newsletter des Freien Pädagogischen Arbeitskreises FPA finden Sie hier.


 



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