Henning Köhler: Autorität und Freiheit

  • Warum Achtung vor der Freiheit des Kindes ein gesundes Autoritätsverhältnis nicht ausschließt, sondern das eine mit dem anderen eng zusammenhängt.
  • Freundschaft in der pädagogischen Beziehung.
  • Autonomie und Gemeinschaftsfähigkeit.
  • Warum Zwangsanpassung soziale Fähigkeiten verkümmern lässt.
  • Der autoritäre Charakter eignet sich für den pädagogischen Beruf so wenig wie unmusikalische Menschen für das Dirigieren eines Orchesters.

Wer auf Autorität pocht, dem kommt sie abhanden. Er benimmt sich autoritär, ist also keine Autorität, denn sonst hätte er autoritäres Auftreten nicht nötig. Das gilt nicht nur im Verhältnis zwischen Erwachsenen und Kindern, wird dort aber besonders anschaulich. Die echte Autoritätsperson legt keinen Wert darauf, Autoritätsperson zu sein. Man kann Autorität nicht einfordern – sie ist ein Geschenk, durch das uns Kinder ihr Vertrauen kundtun. Ob wir dieses Vertrauens würdig sind, muss sich dann erweisen. Es wird durch Autoritätsmissbrauch verspielt.
Was ist Autoritätsmissbrauch? Kinder wie Untertanen zu behandeln. Sie einzuschüchtern. Ihnen Angst zu machen. Genau das tun wir aber oft … und verwechseln es auch noch mit Pädagogik. Ehrliche Selbstprüfung ist hier der erste Schritt zur Besserung.
Die Erziehungsfrage ist keine Machtfrage, auch wenn uns manche so genannte Experten seit Jahrhunderten das Gegenteil weismachen wollen. Kinder brauchen Liebe, Geborgenheit, Anerkennung und Orientierung. Und sie streben nach Freiheit. Macht über ihre Eltern, Erzieher und Lehrer erlangen zu wollen, liegt ihnen – bis zur Pubertät – ganz fern. Wir sind es, die immer wieder das Machtspiel eröffnen. Geleitet von Unsicherheit, schlechten Gewohnheiten und einem grundlegend falschen Denken.
Es gibt keine bessere Medizin gegen dieses falsche Denken, als sich immer wieder eingehend mit den Gesetzen der kindlichen Entwicklung zu befassen und aus ihnen abzuleiten, was eigentlich der pädagogische Auftrag ist.
Und es gibt keine bessere Medizin gegen schlechte Gewohnheiten im Umgang mit Kindern, als die Aufmerksamkeit zu schulen.

Datum

21.11.2015

Zeit

10:00–16:30 Uhr

Ort

Gymnasium Unterstrass, Hauptgebäude
Seminarstrasse 29, 8057 Zürich, Zürich

Ab Zürich HB mit Tram Nr. 11 (Richtung Auzelg) oder 14
(Richtung Seebach) bis Schaffhauserplatz.
Ab hier in 3 Minuten über die Seminarstrasse, am Neubau vorbei ins Hauptgebäude.

Raum

Raumänderung beachten: Der Kurs ist nicht, wie im Kursheft angegeben im Neubau sondern im alten Schulgebäude.

ReferentIn

Henning Köhler

* 1951. Kinder- und Jugendtherapeut, Heilpädagoge, Autor diverser Bücher:
–War Michel aus Lönneberga aufmerksamkeitsgestört?
– Jugend im Zwiespalt
– Vom Rätsel der Angst
– Von ängstlichen, traurigen und unruhigen Kindern
– Vom Wunder des Kindseins
–Was haben wir nur falsch gemacht? u.a.m.

Kursbegleitung

Daniel Wirz

*1945, Lehrer, zudem seit über 30 Jahren in der Erwachsenenbildung tätig.
Diverse Publikationen.

Standardpreis

SFr. 210.00

Preis für Mitglieder

SFr. 185.00

Mögliche Zahlungsarten

  • Überweisung vor dem Kurs an: MenschenBildung, 3600 Thun, PC 87-2962-3 IBAN: CH59 0900 0000 8700 2962 3 BIC: POFICH BEXXX

Veranstalter

MenschenBildung

Freie Plätze

genug

Anmeldeschluss

20.11.2015

Anmeldung

Die Anmeldefrist für diese Veranstaltung ist leider schon vorbei.


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