Newsletter fpa 03/2017

"engagiert für artgerechte Kinderhaltung"

Liebe Leserinnen, liebe Leser

«Ich setze mich für artgerechte Kinderhaltung ein», pflege ich zu sagen, wenn mich jemand nach meiner beruflichen Tätigkeit fragt. Anfänglich sagte ich dies mit einem Schmunzeln, mehr und mehr sehe ich dies aber als mein ernsthaftes Anliegen.
Wenn ich erlebe, wie wir Erwachsene mit Kindern umgehen, leide ich häufig still vor mich hin. Selten wendet sich jemand wirklich einem Kind zu, mit genügender Aufmerksamkeit und dem Willen, das Kind wirklich zu erfassen und aus dieser Wahrnehmung und Erkenntnis im Sinne des Kindes zu handeln.

Meist geht es umgekehrt: Wir haben Ziele für uns und Ziele mit den Kindern und alles was wir tun und als nötig erachten, orientiert sich an diesen Zielen. Wir glauben zu wissen, was nötig ist, um diese Ziele zu erreichen und versuchen, dies in endlosen Erklärungen und Kämpfen den Kindern beizubringen.

Für unsere Zukunftsziele sind wir bereit, die ganze Gegenwart zu opfern. Je weniger Kinder uns so zur Last fallen, je mehr loben wir sie. Wir wollen die Kinder in allen Bereichen fördern. Aber auch mit «ö» sind es im Wesentlichen Forderungen, die wir an die Kinder stellen.

Immer wieder bin ich schockiert, wie gut viele Kinder diese Lebenslektionen auch wirklich lernen:
«Ohne Helm ist Velofahren verboten!», massregelte kürzlich ein uns unbekannter vierjähriger Knirps meine Frau auf dem Heimweg. «Mama schau, da steht Privatweg, da dürfen wir nicht weitergehen!», hörte ich kürzlich ein Strässchen weiter in unserem Quartier. «Du darfst mit der Kreide nicht am Kandelaber malen!», wies ein jüngeres Kind unseren Sohn zurecht.

«Kinder sind ungehorsam, frech, abenteuerlustig, verträumt, wirklichkeitsfremd, undiszipliniert, unvorsichtig, schalkhaft, masslos, impulsiv, rauflustig, unordentlich, respektlos», sagt Henning Köhler.

Angenommen, Henning Köhler hat recht: Sind diese heranwachsenden Ordnungshüter überhaupt noch Kinder?

«Die Vorstellungs- und Empfindungswelt der Kindheit ist endgültig dann abgeschafft, wenn die Kinder und Jugendlichen nur noch zu Erwachsenen-Wünschen fähig sind», schrieb Neil Postman bereits 1987 in seinem Buch "Das Verschwinden der Kindheit".

Damit die Kindheit nicht mehr und mehr verschwindet müssen wir uns beherzt darum kümmern, dass es noch Beziehungen, Räume und Aktivitäten gibt wo sie stattfinden kann.
Damit Kinder gesunde Erwachsene werden können, müssen sie erst mal Kind sein dürfen. Alle Zukunftsorientierung ist Gift für die Kinder, was sie brauchen ist unsere Gegenwart.

Statt das Leben an Zielvorstellungen in der Zukuft zu orientieren, möchte ich euch einen attraktiveren Vorschlag nahelegen: Harald Welzer, der Direktor von «Futur Zwei – Stiftung für Zukunftsfähigkeit» (www.futurzwei.org ), empfielt uns in Vorerinnerungen zu denken. Wenn wir in 20 Jahren auf die Zeit mit unseren Kindern/SchülerInnen zurückschauen: Wie soll die gemeinsame Zeit gewesen sein? Welche Kindheit sollen unsere Kinder gehabt haben, wenn sie sich dereinst daran (und an uns) erinnern?

Dieser gedankliche Trick katapultiert uns aus unseren Vorstellungen direkt zurück in die Gegenwart.
Wenn wir Vorstellungen entwickeln, wie es einmal gewesen sein soll, beginnen
wir Verantwortung für die Gegenwart zu übernehmen – darum soll es gehen.

Dazu rufen wir euch gerne auf, bieten euch geeignete, inspirierende Kursangebote an.

In diesem Newsletter findet ihr mehrere sehr praxisorientierte Kurse:
Immer mehr Studien belegen die bereits seit Langem bestehende Theorie, dass Gleichgewichtskontrolle, motorische Fähigkeiten und die Integration frühkindlicher Reflexe mit schulischen Leistungen verknüpft sind. Bernhard Prechter vermittelt uns am 23. September mit dem INPP sensomotorischen Förderprogramm nachreifende Bewegungsübungen, die in Schule und Kindergarten mit geringem Zeitaufwand und grosser Wirkung durchgeführt werden können.Zum Verschwinden der Kindheit gehört die zunehmende «Innenraumhaltung». Also raus mit den Kindern! Dazu fehlt in der Schule die Zeit, ist häufig zu hören. Aber alle Fächer könnten auch draussen unterrichtet werden. Wie es geht, zeigt die Stiftung Silviva mit ihrem Projekt «Klassenzimmer Natur». Mit einem Handbuch, Weiterbildungen, Tagungen und Medienarbeit werden Ideen, Argumente und Werkzeuge vermittelt, um den Unterricht lehrplangerecht draussen zu gestalten. Lasst euch von der Leiterin dieses Projektes, Lea Menzi, inspirieren: Besucht unser Seminar "Draussenlernen macht Schule - lebendig unterrichten im Klassenzimmer Natur" vom 2. September!

Sind dann motorisch einige Grundlagen nachgeholt, sind die Kinder bereit für die Rhythmus- und Bewegungsspiele, die euch Dominik Rentsch im Seminar «Move, clap & smile» am 9. September vermittelt.

Auch unsere bewährte Studienreise nach Prag vom 16.–22. Oktober möchte ich euch einmal mehr wärmstens empfehlen. Es ist in der Regel eine eher kleine, bunt gemischte Gruppe, die unter kundiger Führung eine spannende und intensive Woche verbringt.

«Die Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung (ADHS) als exakt medizinisch definierte Krankheit gibt es gar nicht. Es handelt sich im Grunde nur um ein willkürliches Konglomerat von Verhaltensweisen, das ohne Einbezug kultureller und psychosozialer Differenzierungen per Konsens interessierter Verbände und Pharmafirmen als medizinische Krankheit in die Welt gesetzt wurde.»
Diese Aussage findet ihr weiter unten im Text  «ADHS: FORSCHUNG IN DER SACKGASSE – Lieber kranke, als unglückliche Kinder?».

Alle unsere Mitglieder und alle, die es bei der Gelegenheit noch werden wollen, sind herzlich zu unserer Mitgliederversammlung am Donnerstag, 24. August in Zürich eingeladen (siehe Einladung in diesem Newsletter). Wir freuen uns auf möglichst viele Begegnungen und diese Gelegenheit, eure Wünsche und Anregungen entgegennehmen zu können!

Wichtig für alle Anmeldungen und Mitteilungen per Briefpost: Wir haben eine neue Postadresse und unser Postfach in Zug wird bald einmal aufgelöst.
Per sofort gilt die Anschrift: FPA Freier Pädagogischer Arbeitskreis, Postfach, 6000 Luzern 6

Nun wünsche ich euch allen einen schönen Sommer!

Herzlich, Christian Wirz


Veranstaltungen

Das neue Kursheft ist da: Download als pdf

Einladung zur 42. Jahresversammlung, Donnerstag 24. August 2017, 18.30 Uhr
in den Räumlichkeiten der «Christengemeinschaft», Untere Zäune 19, 8001 Zürich (Tram Nr. 3 bis «Neumarkt») Wünsche, Anregungen und Anträge bitte bis 18. August 2017 an:FPA Freier Pädagogischer Arbeitskreis, Postfach, 6000 Luzern 6   Tel: 033 534 31 34    E-Mail: info(at)arbeitskreis.ch

Draussenlernen macht Schule - lebendig unterrichten im Klassenzimmer Natur
Lernen in und mit der Natur hat vielfältige positive Wirkungen; unter anderem verbessert es den Lernerfolg und beeinflusst motorische, kreative und kognitive Fähigkeiten positiv. Das Tagesseminar „Draussenlernen macht Schule“ ist praxisnah und bedürfnisorientiert gestaltet und bietet Raum für Austausch und Reflexion.
Leitung:
Lea Menzi (Stiftung Silviva)
Samstag 2. September, in Zürich

mehr Infos/Anmeldung

Move, clap & smile 3

Rhythmus- und Bewegungsspiele für den Unterricht
Leitung: Dominik Rentsch
Samstag 9. September, in Zürich
mehr Infos/Anmeldung

Das INPP sensomotorische Förderprogramm - die körperlichen Grundlagen für Lesen, Schreiben und Rechnen verbessern
Immer mehr Studien belegen die bereits seit langem bestehende Theorie, dass Gleichgewichtskontrolle, motorische Fähigkeiten und die Integration frühkindlicher Reflexe in der Tat mit schulischen Leistungen verknüpft sind. Nunmehr können Probleme in diesen Bereichen von Lehrern innerhalb des Schulsystems nicht nur erkannt, sondern - wie eine Reihe von Studien in den letzten Jahren gezeigt haben - auch praktisch angepackt werden. Die mögliche Intervention besteht aus einem einfachen Bewegungsübungsprogramm, das in der Schule jeden Tag etwa 10 Minuten lang durchgeführt werden kann.
Leitung: Bernhard Prechter
Samstag 23. September, in Zürich
mehr Infos/Anmeldung

Prag zwischen gestern und morgen
Studienreise 16.-22. Oktober 2017
Leitung: Karel Dolista
mehr Infos/Anmeldung


Vorschau:


Ueli Keller, Željko Marin:
Das Potenzial von Lern- und Lebensräumen

... und wie es sich vielfältig bildungswirksam nutzen lässt.
Samstag 28. Oktober, in Zürich
mehr Infos/Anmeldung

Klaus Käppeli: Wie erleben Kinder die Geburt und wie gestalten sie daraus ihr Leben in Familie und Schule?
Samstag 4. November, in Zürich
mehr Infos/Anmeldung

Henning Köhler: Thema noch offen
Samstag 18. November, in Zürich

Johannes Stüttgen: Zur Sozialen Plastik
Samstag 25. November, in Zürich

Stark durch Bindung! - Beziehungsorientierte Pädagogik als Fundament fürs Leben
Leitung: Ulrike Poetter
Samstag 10. März 2018, in Zürich

Ohne Wunder keine Sprache
- die erstaunlichen Wurzeln des kindlichen Spracherwerbs und ihr anthropologischer Hintergund
Reinhard Patzlaff stellt sein neues Buch vor
Freitag 23. März 2018, Buchhandlung Beer, Zürich

Ohne Sprache keine Menschenbildung - Die erstaunliche Magie des gesprochenen Wortes in der pädagogischen Praxis des Vorschulalters
Leitung: Reinhard Patzlaff
Samstag 24. März 2018, in Zürich

Eltern stärken - in ihrer Rolle als Mutter und Vater
Leitung: Christiane Kutik
Samstag 2. Juni 2018, in Zürich

Anmeldungen für die Kurse, die unter www.arbeitskreis.ch noch nicht ausgeschrieben sind, sind jederzeit möglich an:
FPA Freier Pädagogischer Arbeitskreis, Postfach, 6000 Luzern 6, Tel. 033 534 31 34, 
info(at)arbeitskreis.ch

Veranstaltungen anderer Anbieter

3. St. Galler Fachforum für Waldkinderpädagogik
Bildung als Abenteuer – wenn Natur das Klassenzimmer ersetzt.
Samstag, 26. August 2017, mit Gerald Hüther und Eva Helg in der Lokremise St.Gallen und im Hagenbuchwald.

mehr Infos/Anmeldung

Pikler®Grundkurs
Einladung zum 21-tägigen Grundlehrgang, dem ersten Modul der Ausbildung zur Pikler®Pädagogin
Nächster Beginn: 22. September 2017
Anmeldung und ausführliche Infos unter: www.emmi-pikler.ch  / christineackermann(at)bluewin.ch
Christine Ackermann Zehnder, Telefon 055 – 442 37 78

AUSBILDUNG in der KUNST der KOMMUNIKATION
vom Herbst 2017 bis Sommer 2020

Starke Gefühle, die in schwierigen Situationen auftreten, haben die Tendenz, dass wir uns wie Gefangene in unserem eigenen Körper erleben. Das liebevolle Bewusstmachen und Bearbeiten von dem, was sich in unserem Inneren bewegt, ohne es zu werten oder zu beurteilen, kann zu wirklicher Freiheit im Leben führen.
Mit Marcel Desax
Langjährige Zusammenarbeit mit Pär Ahlbom und Iris Johansson, Schulleiter, Leiter der Pädagogischen Sektion in Schweden und selbstständig tätig innerhalb des Gebietes der Kommunikation und Pädagogik.
Information und Anmeldung:
Berta Joho, Schafisheim, Schweiz
berta.joho(at)gmx.ch
   Festnetz 0041 62 891 38 77   Handy 0041 78 803 63 81

Ausbildung Spielgruppenleitung
Lernen, Kinder im Alter zwischen 2½ bis 4½ Jahren in einer Spielgruppe oder in der Familie körperlich-sinnlich, seelisch-emotional und sprachlich-musikalisch für das Leben zu stärken und als Individualität differenziert zu begleiten. Die Ausbildung ist auch ein lehrreicher Einstieg ins Elternsein!Die Ausbildung ermöglicht den Einstieg in einen kreativen, sozialen und pädagogischen Beruf und schliesst ab mit dem Diplom zur Spielgruppenleitung.
Die Ausbildung ist vom Verband anerkannt: www.sslv.ch

Dauer:
Jahresausbildung, Januar bis November 2018. Familien- und berufsbegleitend, jeweils ein Wochenende pro Monat.

Infos:
info@elementarpädagogik.ch

Unterlagen:
www.institut-elementarpaedagogik.ch  >Ausbildung Spielgruppenleiterin

Kosten:
Inklusive Diplomierung 3'300 sFR.-

Freie Pädagogische Vereinigung FPV
Studien- und Übungswoche zum pädagogischen Impuls Rudolf Steiners

8. bis 13. Oktober 2017 in Trubschachen
Thema: "Ganz Ohr sein: Das Ohr ist der Weg zum Herzen"
Anmeldung und weitere Informationen: www.fpv.ch

 

Lesenswert

ADHS: FORSCHUNG IN DER SACKGASSE
Lieber kranke, als unglückliche Kinder?
Der von zahlreichen renommierten ExpertInnen und Wissenschaflern unterzeichnete Text zeigt kurz und bündig auf, dass ADHS eine "Erfindung" ist.

Die Quelle dieses Textes ist die Konferenz ADHS, ein Kuratorium von Fachleuten.
Artikel lesen

Mehr Infos zum Thema:
Konferenz ADHS ist eine freie und unabhängige Vereinigung von engagierten Zeitgenossen, die die gegenwärtige Entwicklung unserer Kinder im Zusammenhang mit ADHS - der sog. Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätsstörung - mit Sorge verfolgen. Die Sorge bezieht sich nicht nur auf die erschreckend zugenommene Medikation mit einschlägigen Psychopharmaka, sondern vor allem auch auf die zugrundeliegende Auffassung eines unreflektierten Verhaltensbiologismus und einer dazu passenden wissenschaftlich fragwürdigen nosologischen Entität bzw. "Krankheit" namens ADHS.
Mehr Infos: www.adhs-konferenz.de

Handywahn im Gebärsaal   (Tagesanzeiger, 1.6.2017, von Carmen Roshard)
Die überbordende Nutzung des Smartphones rund um die Geburt gerät zunehmend zur Belastung. Fachleute warnen vor den Folgen für die Entwicklung Neugeborener
Die Frau liegt in den Wehen, das Kind kommt bald, im Gebärsaal ist alles bereit für den Empfang des neuen Erdenbürgers. Auch das Smartphone. Wenn es losgeht, glaubt man sich in einem Doku­mentarstreifen, der werdende Vater filmt von allen Seiten, steht überall im Weg, sodass die Hebamme ihre Arbeit kaum verrichten kann. Ist das Kind da, wird bald auch das Handy der Mutter ak­tiviert. Bei der Hälfte der frischgebacke­nen Mütter, sagt eine erfahrene Heb­amme, kommt schon nach zehn bis fünf­zehn Minuten das Smartphone ins Spiel.
weiterlesen?

Da sie in diesem Artikel auch erwähnt wird, weise ich gerne noch einmal auf folgende, wertvolle Broschüre hin:

Maria Luisa Nüesch (Hrsg.)
Digitale Medien als Spielverderber für Babys
Die digitalen Medien sind heute allgegenwärtig. Sie machen unser Leben hektischer und trotz des „ständig-erreichbar-Seins“  ist ein wachsender Beziehungsverlust zu beobachten. Beziehung aber ist die zentrale Grundlage für das Leben der Babys.
Die Stimmen der Fachleute in dieser Broschüre sind ein eindringliches Plädoyer für mehr „analog gelebtes Leben“.
Mehr Infos/Broschüre bestellen

«Eltern unterschätzen ihre Babys!» (Der Bund, „Mamablog“, 6.6.2017)
Wie kann man als Mutter und Vater dem Kind von Beginn weg eine sichere Bindung geben? Dazu ein Gespräch mit dem Kinderarzt Cyril Lüdin. Der Basler Arzt hat sich auf den Bereich Eltern-Kind-Bindung spezialisiert.
Interview lesen

"Wir haben jetzt schon Kinder mit Burn-out" (Matthias Meili, Sonntags-Zeitung, 28.5.2017)Remo Largo über die perfekte Schule, die Fehler der 68er-Bewegung und Alternativen zur Leistungsgesellschaft.
Interview lesen

Sehr zu empfehlen ist das folgende Heft der Stiftungsinitiative für Kinder:

Eltern-Kinder-Magazin "für uns"- Das Magazin für ein liebevolles Miteinander
Stimmungsvoll, inspirierend - dabei wissenschaftlich fundiert, kritisch und informativ.

für uns
– Das Magazin für mehr Lebensfreude motiviert zu mehr Lebenslust, ermutigt durch Reportagen, sichert Informationsfreiheit durch exakte Recherche, bildet die eigene Meinung, klärt wissenschaftlich auf, kontrolliert von Experten, begleitet von stimmungsvollen Fotos.
mehr Infos/Heft bestellen


Belohnen ist das neue Bestrafen
(Hella Dietz, Zeit-Online, 31.3.20017)
Wer still sitzt, bekommt ein Gummibärchen. Wer schön schreibt, einen Smiley. Belohnungen motivieren nicht, sondern sie schaden. Nicht nur Kindern.
Artikel lesen

Buchtipps

Christoph Leuthold
«Lebenslernen» macht Schule

Klimaerwärmung, abgeholzte Tropenwälder, Artensterben … Die Natur und damit unsere Lebensgrundlagen sind global in Gefahr. Den Hauptgrund sieht Christoph Leuthold in unserer Entfremdung von der Natur. Was, wenn nicht eine ganzheitliche Bildung der Kinder und Jugendlichen zu Achtsamkeit und Verantwortlichkeit gegenüber der Mitwelt, könnte nachhaltig aus der Umweltkrise herausführen? Der Autor beschreibt an praktischen Beispielen, wie Bildung für nachhaltige Entwicklung mit Jugendlichen gelingen kann.
Mehr Infos/Buch bestellen

Wissen oder Können ? heos-Therapie nach Maja Eichholzer
"In den vergangenen fünfzig Jahren habe ich mich eingehend mit der logopädischen Praxis auseinandergesetzt. Ich denke die Entwicklung der Sprache unserer Kinder ist eine lohnenswerte Investition in die Zukunft. Mein Wissen und Können aus den zahlreichen Erfahrungen, angereichert mit wissenschaftlicher Theorie, möchte ich mit diesem weiteren Buch in Ihre Hände legen..."
Mehr Infos/Buch bestellen

Allerlei

Ich bin gerade daran meinem Sohn Indianergeschichten zu erzählen ("Die Söhne der grossen Bärin" von L. Welskopf-Henrich). Und so beschäftigt mich gerade das Schicksal der, aus ihren Stammesgebieten vertriebenen und entwürdigten, Lakota-Indianer.
Das Pine-Ridge Reservat, wo ein Teil ihrer Nachfahren heute leben, ist heute mit einer Arbeitslosenquote von 85% eines der ärmsten Gebiete der USA. Immer noch kämpfen die Lakotas um ein würdiges Leben und die Rückgabe ihres Landes.
Gerne mache ich euch hier auf 2 Projekte der in der Schweiz verwurzelten Lakota-Stiftung aufmerkam:

Spenden für ein neues Schulgebäude der Lakota-Waldorfschule

Die Lakota-Waldorf-Schule ist eine von Lakota-Indianern in der Pine-Ridge-Reservation gegründete Schule. Im Gegensatz zu den staatlichen und kirchlichen Schulen in der Reservation legt sie besonderes Augenmerk auf den Einbezug der Kultur und Sprache der Lakota. Damit will den Lakota-Kindern eine stabile und förderende Grundlage legen für ihre Zukunft. Die Lakota-Stiftung unterstützt die Lakota-Waldorf-Schule finanziell.

Weitere Informationen


Ferien machen im Lakota-Tipi-Camp

Das Lakota-Tipi-Camp ist ein Reiseangebot von Lakota-Indianern. Jeweils im Sommer können Interessierte zwei Wochen in der Pine-Ridge-Reservation in South Dakota verbringen, in traditionellen Tipis übernachten, am Lagerfeuer Geschichten lauschen und kulturelle Anlässe der Lakota erleben. Der Erlös der Reisen kommt der Lakota-Waldorf-Schule zugute. Die Lakota-Stiftung untertützt das Lakota-Tipi-Camp durch Bewerbung des Angebotes.

Weitere Informationen


Kindern wirklich begegnen

Christian Wirz - pädagogische Beratungen
Mit meinen Beratungen will ich dazu anregen:
-die Gegenwart ins Zentrum zu stellen
-sich den Kindern aufmerksam zuzuwenden und mit ihnen viel Zeit zu verbringen
-den Faden zueinandern wieder finden
-zu erkennen, was wirklich wichtig ist
Dazu arbeite ich mit den Kindern genauso wie mit den Erwachsenen und mache mir bei Bedarf ein Bild von den Lebensorten der Beteiligten.
Mehr Infos/Kontakt: www.christian-wirz.ch



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Eure kurzen Texte bitte senden an: info(at)arbeitskreis.ch  , merci!
Christian Wirz



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